Work in Progress

Seit beginn dieses Blogs ist mir bewusst geworden, dass eine gute Kamera das A und O ist. Bis jetzt hat mir meine Handy Kamera immer ausgereicht. Aber spätestens nun sehe ich, dass die Auflösung nicht ausreicht, was natürlich auch an meiner Selfie Kunst liegen kann (ich musste gerade googeln wie man SELFIE schreibt).

Aber, eine Besserung ist in Sicht. Gerade sind einige Änderungen, Verbesserungen und Projekte im Gespräch, auf die ich sehr gespannt bin. Viel kann ich noch nicht verraten, nur so viel: Ich würde mich unheimlich freuen, wenn die Umsetzung dieser Gedanken, Träume und Pläne funktionieren wird.

Seid gespannt! Ich bin es.

 

PS:: Foto ist im St. Oberholz, in Mitte entstanden. Hier gibt es meiner Meinung nach, mit den bestenCafé Berlins.

St. Oberholz, Rosenthaler Str. 72A, 10119 Berlin

 

Sale – Besondere Schnäppchen

 

IMG_2726.JPG

FullSizeRender.jpg

Ich liebe Mode und ich liebe es mir Modeblogs anzuschauen. Hier finden sich immer wieder wundervolle Inspirationen und Eindrücke. ABER: Für mich ist es meist unmöglich die Fundstücke nachzukaufen, da die meisten Teile schlichtweg viel zu teuer, wenn nicht unerschwinglich sind. Ich komme aus gutem, aber keinem reichen Elternhaus, habe keine Sponsoren und verdiene mir mein Geld hart. Versteht mich nicht falsch, ich möchte nicht anzweifeln, dass all die anderen, gut betuchten Blogger weniger hart arbeiten, oder sich die Sponsoren nicht verdient hätten. Aber für mich sind 100 Euro für eine Hose, Jacke, oder Tasche kein Schnäppchen im Schlussverkauf, sondern eine lange und gut überlegte Investition.  Anders formuliert: 100 Euro verdiene ich in meinem Nebenjob im Café in knapp 12 Stunden.

Umso mehr freue ich mich über echte Schnäppchen. Dieses wunderschöne Ketten Trio habe ich gestern bei Urban Outfitters für 6 Euro ergattert. Pro Kette also nur 2 Euro. Ich habe mich gefreut, wie ein kleines Kind! Denn genau solche habe ich schon lange gesucht, war aber nie bereit, den Preis von mindestens 30 Euro dafür zu zahlen.Natürlich ist es nur Modeschmuck, der irgendwann anlaufen wird. Aber das habe ich auch schon öfter bei dem teureren Modeschmuck von eben 30 Euro Pro Kette erlebt.

Diese Ketten sind so wundervoll filigran und sehen kein Bisschen billig aus. Sie passen super zusammen, sind aber auch einzeln getragen ein echter Hingucker. Selbst die Kombination aus Silber und Gold geht hier toll auf und sorgt für ein perfektes Zusammenspiel.

 

Kaffeebar – Kreuzberg

Ich bin größte Café Liebhaberin. Was in einer neuen Stadt also als erstes gemacht wird: Ich probiere viele neue Cafés aus. Am entscheidendsten ist hierbei für mich, dass das Café eine Siebträger Maschine hat. Und, ich gebe es zu, die Optik des Cafés. Kleine Individuelle Läden liebe ich zur Zeit. Minimalistisch, verspielt, modern – ganz egal. Hauptsache es sticht mir ins Auge. Und dann wird Café getrunken.

An meinem ersten Tag in Berlin entdeckte ich die Kaffeebar in Kreuzberg. Auf den ersten Blick ein kleines Café, mit cooler, moderner Einrichtung. Die karte ist überschaubar aber vielfältig. Viele kleine, besondere Leckereien. Wunderschön angerichtet, sodass man auch ohne Hunger gleich etwas probieren möchte.

Auf den zweiten Blick fallen dann die stolzen Preise auf. Ein Eislatte (mein absoluter Favorit im Sommer), der sehr klein ausfällt, kostet stolze 3,50 Euro. Zwei kleine, einfache Toasts mit Avocado und pochiertem Ei gute 8 Euro. Keine Schnäppchen. Dafür aber sehr lecker.

Ich war nun schon einige Male in der Kaffeebar. Vor allem an Sommertagen sitzt man hier wunderschön, kann die vorbeigehenden Passanten beobachten, seinen guten Café genießen und sich von den warmen Sonnenstrahlen berieseln lassen. Kleines Manko: bis jetzt habe ich nur unfreundliches Personal erlebt. Kein Hallo, kein Danke, geschweige denn ein Lächeln. Schade, denn das trübt die Stimmung ein Wenig. Ansonsten aber absolut empfehlenswert.

 

Auf geht´s

Vor sechs Jahren begann meine Reise. Unmittelbar nach dem Abitur zog es mich aus dem wohlbehüteten Elternhaus im Schwarzwald in den hohen Norden, in die Großstadt Hamburg.

Für mich sollte ein Abenteuer starten. Das Abenteuer des Großstadtlebens und mit meiner Ausbildung zur Musicaldarstellerin, das Abenteuer des Künstlerlebens. So zumindest hatte ich es mir ausgemalt.

Ich wollte alles mitnehmen, was das Leben, bzw Hamburg mir zu bieten hatte. Feiern und unterwegs sein, wie es die Großstadtmenschen, da war ich mir sicher, machen, gleichzeitig hart trainieren, um an die Spitze des Erfolges zu gelangen.

Doch es kam, wie so oft wenn man zu sehr plant, anders.

 

In der Großstadt, nach der ich mich zuvor so sehr gesehnt hatte, fühlte ich mich einsam. Die harte Ausbildung brachte mich an meine Grenzen. Vor allem körperlich. So kamen ziemlich schnell Zweifel und Sorgen in mir auf. Ich wurde krank. Immer wieder. Immer stärker. Es begann mit einer Mandeloperation. Aus dieser kam ich stärker als zuvor heraus. Ich freute mich auf die Ausbildung, Hamburg und die Herausforderung. Langsam kam ich an, hatte tolle Freunde und Spaß an meinem „neuen“ Leben. Dann Anfang des zweiten Ausbildungsjahres der zweite Rückschlag. Ein starker doppelter Bandscheibenvorfall. Diese Diagnose stellte alles auf den Kopf. Vor allem meine Ausbildung, die von körperlicher Aktivität lebt, wurde dadurch in Frage gestellt. Gedanken über Gedanken. Sollte ich abrechen, wollte mein Körper mir etwas mitteilen? Ich entschied mich klassischen Gesang zu studieren. Doch inmitten der Vorbereitungen für die Aufnahmeprüfung ruderte ich zurück. Ich wollte meine Musicalausbildung abschließen. Also pausierte ich ein Jahr, trainierte und wurde gesund. Nicht geheilt, aber gesund genug um meine Ausbildung fortzuführen. Ich trainierte härter als zuvor, mit mehr Ehrgeiz aber auch mehr Spaß. Und, ich bestand die schwere Zwischenprüfung ins dritte und letzte Schuljahr. Bekam sogar eine der Hauptrollen im Semesterprojekt. Jetzt war meine Zeit gekommen. Ein Perfekter Start um sich in den Endspurt zu stürzen. Ich konnte und wollte allen zeigen, dass es sich gelohnt hatte zu kämpfen, dran zu bleiben und an meinen Traum zu glauben.

Eine Woche vor der Premiere der harte Rückschlag. Ein Unfall neben der Bühne, ein nicht richtig verarbeitetes Kabel. Und ein schwerer Ellbogenbruch. Für mich brach eine Welt zusammen. Nicht nur wieder ein körperlicher Rückschlag. Mir wurde die Hauptrolle in dem Semesterprojekt genommen. Das, wofür ich so hart gearbeitet hatte. Ich stürzte in ein tiefes Loch. Kam aus der Trauer nicht mehr raus. Schlimmer noch, ich traute mich nicht mehr mich über Dinge zu freuen, aus Angst sie würden mir wieder kurz vor knapp genommen werden.

So verbrachte ich den Sommer. Ich schaute mir die Premiere meiner Kommilitonen an, unterstütze so gut es ging, begann das letzte Schuljahr, ging in den Unterricht, schaute bei den Tanzstunden zu und war überall dabei. Aber stand dennoch neben mir.

Zwei Tage nachdem der Gips ab war, entdeckte ich einen Knoten in meiner Leiste. Eine Woche später einen weiteren. Ich wollte positiv daran gehen, war bestimmt nur der ganze Stress. Auch die Ärzte meinten, das käme bei Stress mal vor. Mein Gefühl sagte mir aber, dass etwas nicht stimmt. Als einige Wochen später meine Beine von blauen, geschwollenen Knoten übersäht waren, und ich vor Schmerzen kaum noch laufen konnte, merkten auch die Ärzte, dass etwas nicht stimmte. Es folgte ein langer Krankenhausaufenthalt. Vier Wochen voller Angst. Jeden Tag eine Neue Vermutung der Ärzte. Krebs, Aids, Borreliose, es kamen die ungewöhnlichsten Krankheiten zur Sprache.

Nach vier Wochen endlich ENDLICH Gewissheit. Eine sehr seltene Immunkrankheit, Sarkoidose. Erwähnenswert: Meine Mutter hatte diese Krankheit im gleichen Alter wie ich. Unsere Hinweise den Ärzten gegenüber (schon zu Beginn der Untersuchungen) wurden allerdings nicht ernst genommen. Da „keine Erblichkeit diese Krankheit nachgewiesen“ sei.

Um es kurz zu machen, ich kam aus dem Krankenhaus, nahm starke Medikamente und erholte mich ganz langsam. Parallel nahm ich mein Studium wieder auf, machte ein halbes Jahr später meine Abschlussprüfung und bestand diese als eine von wenigen.

 

Warum ich das so detailliert erzählt habe? Es war ein harter Weg, ein sehr steiniger Weg. Aber noch nie bin ich an etwas so gewachsen. Mein Körper hat mich gezwungen hinzuhören, mich mit mir selbst zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Ich habe gelernt auf mein Gefühl zu hören, auf mich zu hören. Wie eine enge Freundin so schön gesagt hat „aus den Steinen, welche sich mir in den Weg gelegt haben, einen neuen Weg zu bauen“ .

Es Folgte eine tolle Zeit, ein langer Urlaub, Engagement am Theater und mein erster Dreh für Film und fernsehen. Mein Weg wurde immer klarer und mir ging es immer besser.

Letzen Sommer zerbrach meine Beziehung. Eine unschöne Trennung und ein noch weniger schöner Sommer. Vom Schock, in die Trauer bis hin zur Klarheit. So wie Trennungen eben ablaufen. Es war ein langer Sommer. Aber im Winter war mir klar. Es ist Zeit für Veränderung. Ich hatte mich verloren, auch mein Körper machte sich wieder bemerkbar. Was, wie ich in den Jahren zuvor gelernt hatte, ein Warnsignal war. Da kam der Vorschlag einer Freundin, ihre Berliner Wohnung einen Monat zu hüten, gerade Recht. Den März 2016 verbrachte ich also in Berlin. Arbeitete, erkundete die Stadt, ging zu Castings und fühlte mich endlich wieder lebendig. Glücklich.

Dann ging alles ganz schnell. Ende Mai 2016 zog ich nach Berlin. Und noch nie fühlte sich etwas so richtig an. Seit dem ich in Berlin bin fühle ich mich frei und lebendig. Alles ist so intensiv und gleichzeitig voller Leichtigkeit. Ich bin Glücklich.

Betonen muss ich, dass ich diesen Weg nur gehen konnte, weil ich die wundervollste Familie hinter mir habe. Darunter zähle ich auch meine engsten Freunde. Sie haben mich nicht nur immer wieder aufgefangen. Sie haben mir geholfen, die richtigen Steine für einen neuen Weg, meinen Weg zu finden, zu nehmen und zu bauen. Stück für Stück.

 

Ich bin keine Schriftstellerin, keine gute Autorin, aber ich weiß das Leben zu schätzen. Mit all seinen kleinen und feinen Facetten.

Mit diesem Blog möchte ich Ideen, Eindrücke, Inspirationen und Gedanken teilen. Und so meinen Weg durchs Leben Stück für Stück weiter bauen und gehen.

 

 

 

 

Lynn