Wenn Kopf und Herz sich streiten 

Ich als absoluter Gefühlsmensch, folge meistens meinem Herzen. Meistens, denn ich bin nicht nur ein Gefühls Mensch, ich bin gleichzeitig ein total verkopf! Sehr anstrengende Kombination. Denn ich bin ganz klar der Meinung, man sollte immer seinen Gefühlen folgen, seinen Emotionen freien Lauf lassen und auf seine Intuition hören. Und rückblickend lag ich damit immer richtig. Es hat mir sogar schon das Leben gerettet, auf mein Gefühl, meine innere Stimme zu hören. Und meine Erfahrung hat mich gelernt, dabei sollte ich bleiben.

Wenn da nicht noch diese andere kleine, manchmal auch etwas größere Stimme wäre. Die Stimme der Vernunft, der Vorsicht, und Zurückhaltung. Die Stimme der Sorgen und Ängste. Die Kopfstimme. Diese Stimme taucht meistens in unklaren Situationen auf, in Momenten des Aufbruchs und der Veränderung. Dann, wenn ich schon mitten drin bin meinen Gefühlen zu folgen, meldet sich diese Kopfstimme um mich nochmal kurz vor knapp zu verunsichern. Mir Fragen zu stellen, mich in Frage zu stellen. Denn darauf läuft es meisten hinaus. Aus all den Unsicherheiten heraus stelle ich mich in frage. Natürlich, denn wenn mein Kopf und Herz nicht eine Sprache sprechen, sich widersprechen, nicht zusammenspielen, wen sollte ich dann besser in Frage stellen, als mich selbst? Und ist es soweit, stecke ich erstmal ganz schön fest. Wie sang Mark Forster so schön: „…Bauch sagt zu Kopf ja, doch Kopf sagt nein

dann schüttelt er sich, zwischen den beiden steh ich…“ Das wertvolle in diesen Momenten: die Herzen und Köpfe meiner Freunde und Familie. Denn Gefühle und Gedanken von außen, mit etwas mehr Abstand, als ich ihn zu mir habe, können oft sehr gut tun. Mit diesen anderen Sicht,- und auch gefühlsweisen bekomme ich dann langsam, peu a peu mehr Überblick, auf das Ganze. Und dann bemerke ich, mein Kopf und mein Herz spielen gar nicht gegeneinander. Meine Kopfstimme wollte mein Herz nur an Dinge erinnern, an welche mein Herz nicht gedacht hat. Und meine Herzstimme widerspricht dann manchmal vielleicht. Aber durch Diskussionen kommen doch meistens neue und gute Ideen und Gedanken. Stimmt, mein Herz und mein Kopf sind Eigentlich wie ich mit meinen besten Freundinnen. Sie führen stundenlange Gespräche, diskutieren, analysieren, stellen fest, reflektieren, ja lachen und weinen sogar miteinander. Und dann Merke ich plötzlich: mein Herz und mein Kopf sind beste Freunde, und wollen nur das beste für mich. Beide auf ihre Art und Weise. Gar keine so schreckliche Kombination wie ich dachte. Anstrengend? Ja manchmal! Sehr sogar. Aber ist das nicht jede Beziehung ab und zu? Und die beiden haben immerhin immer wieder zueinander gefunden, sich nicht dauerhaft verkracht. Mein Herz und mein Kopf führen eigentlich eine ganz tolle Freundschaft, eine ganz wundervolle Beziehung! Wisst ihr was, Herz? Kopf? Ihr seid mein Vorbild! Wenn ich mal groß bin, will ich auch so eine tolle Beziehung führen. Zum Glück habe ich euch an meiner Seite, dann sind die Aussichten doch gar nicht so schlecht!

Sommerliebe

 

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Fliegt Wünsche…
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Mein Vorbild. Leider habe ich kein Bild mit besserer Qualität.
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Familie.

 

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Besonders tolle Idee: Mehrstöckige Hochzeitstorte und jede „Etage“ eine andere Sorte. Hier Erdbeer-Schoko. Favorit: Frische Mango-Vanille

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Mit Violinist Baptiste Pawlik
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MR & MRS
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Pimp your Prosecco

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Was für ein Eingang
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HOCHZEIT!
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Hochzeitsoutfit. Meine geliebten Abiballschuhe – bestes secondhand Schnäppchen: Prada Sanadeletten mit Rosenabsatz. Und auch das Kleid war im Sale vor zwei Jahren ein absolutes Schnäppcchen
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Endlich habe ich diese Ohrringe mal ausgeführt

Gerade ist bei mir viel los. Und ich liebe es. Freitag bin ich von Berlin nach Düsseldorf gereist, denn die Hochzeit meiner liebsten Cousine stand vor der Tür. In diesem Fall war ich allerdings nicht nur als Gast eingeladen, sondern auch für die musikalische Untermalung für Kirche und anschließende Feier beauftragt worden. Schon vor Monaten hatte meine Cousine diesen Wunsch geäußert. Was für eine Ehre! 

Eine weitere Besonderheit: Als Überraschung für das Brautpaar hatte meine Tante ein Streichquartett engagiert, welches auch mich begleiten sollte. Aber nicht irgendein Streichquartett. Der erste Violinist, Baptiste Pawlik, ist einer kleiner Star unter den Violinisten. Er hat mit vielen namenhaften Künstlern zusammengearbeitet, unter anderem hat er für den Papst gespielt. Auch hier: Was für eine Ehre!

Erst nach der Trauung habe ich dann gemerkt, was für eine Last von meinen Schultern gefallen ist. Denn es ist einfach etwas ganz anderes vor Familie und freunden aufzutreten. Ich empfinde als viel entspannter vor 1000 Fremden aufzutreten, als vor 10 Bekannten. Klar, denn das Feedback von Freunden und Verwandten ist um einiges persönlicher. Und natürlich ist es mir wichtig was sie von meiner Präsentation halten. Vorallem aber wollte ich das Brautpaar Glücklich und zufrieden machen. Umso schöner, dass alles gut lief. Nein, es lief nicht nur gut, das Feedback hat mich umgehauen und sehr berührt. Die ganze Hochzeit über kamen immer wieder Leute zu mir, auch Fremde, die von Gänsehaut, Tränen und Dankbarkeit berichteten. Ich war richtig baff. Und den wichtigsten Zuhörern – dem Brautpaar hat es, dem Feedback zufolge, auch sehr gut gefallen. Das schönste Kompliment aber, kam von der kleinen zweijährigen Tochter meines Cousins. Sie kam auf einmal zu mir gerannt (ohne dass ihr das jemand aufgetragen hat) und meinte „du hast so schön gesingt“ . Wundervoll war das. 

All das erzähle ich nicht, weil ich zeigen will wie toll ich bin, oder wie viel andere von mir halten. Sondern weil dieses Feedback in meinem Beruf unheimlich viel ausmacht und so wertvoll ist. Wegen dem vielen (äm ja..ne!) Geld übe ich diesen Beruf sicher nicht aus. Sondern um mit meiner Leidenschaft heute zu berühren, gut zu tun und etwas zu geben. Klingt sehr Klischeehaft, ich weiß. Aber so ist es, und irgendwo müssen die Klischees ja auch her kommen, ne? 

Die Hochzeit war insgesamt so bezaubernd, herzlich, romantisch, aber nicht zu kitschig – eine perfekte Gratwanderung. Alles selbstgemacht, bis ins kleinste Detail an alles gedacht, wundervolle berührende Worte der Trauzeugin und der Braut. Und ein Brautpaar wie man es sich nicht wundervoller vorstellen kann.

Sodass man einfach nur an die Liebe glauben muss. Und eine so herzliche und lockere Stimmung unter allen Gästen, dass es sich wie ein perfektes Sommerfest angefühlt hat – eine Sommerhochzeit – eine Sommerliebe. 

PS: Ein Video gibt es bald bei Instagram. Sobald mein gehackter account wieder freigegeben ist!

DALUMA – 3 Day CLEANSE

Auf meinem Weg zur Arbeit (Nebenjob im Café) komme ich jedes Mal am DALUMA vorbei. Aufgefallen ist mir der Laden, durch die vielen besonders hippen und coolen Leute, die sich sich draußen auf den Sonnenplätzen tummeln. Als ich mir den Laden genauer angeschaut habe, erklärte sich das Hohe aufkommen der ganzen Szeneleute.

Ein schöner Laden, sehr modern, clean und schlicht im Design, oder wie sie es nennen, im „reduzierten“ Design. Café und Restaurant zugleich. Und alles natürlich extra frisch, gesund und nachhaltig. Klingt ein bisschen zynisch, wie ich hier so schreibe. Ist aber nicht so gemeint. Schließlich springe auch ich auf diesen Trend total an. Möchte die neuen Gesundheitstrends probieren, testen und kennenlernen. Finde die Gestaltung, man kann es fast Design nennen, der so beliebten Açai Bowls total schön, und klar, auch ich fühle mich besser, wenn ich dem Körper etwas Gutes tue. Gesund und bewusst esse und genieße.

All das verspricht das Konzept von DALUMA. Rein optisch kann es sein Versprechen auch locker halten. Gut, denn das weckt die Neugier auf Geschmack und „Wirkung“. Umso passender, dass ich einen Gutschein für ein 3 DAY CLEANSE geschenkt bekommen habe. Drei Tage à 4 Säfte (430ml). Dazu gibt es einen Tee nach Wahl und einen der kleinen Energie Shots. Also los, auf in die 3 Tage Cleanse, oder wie man es früher ganz einfach nannte: Saftkur. Bei den Säften habe ich mich einmal durchs Sortiment probiert und war total überrascht. Gegen meine Erwartung schmeckten mir die grünen Säfte erstaunlich gut, von einem konnte ich gar nicht genug bekommen. Dagegen bekam ich den Matcha-Paranussmilch Saft kaum runter. Zu sehr erinnerte er mich an den Geschmack von Almased. (Ja diese Phase hatte ich in meiner früheren Jugend auch mal, und nie wieder!). Ein schönes Detail: zu jedem Saft wird nicht nur der Inhalt beschrieben, sondern auch dessen Wirkung. Haut & Haare, Immunsystem, Stoffwechsel und einiges mehr.

Meine zwei großen Favoriten sind einmal RUN FOREST (ja die Säfte haben Namen)  mit Stangensellerie, Zitrone, Minze, Fenchel, Minze, Apfel, und Ingwer und der THE RADIATOR mit Süßkartoffel, Aloe Vera, Limette, Traube, Birne und Karotte. Beide sind sehr frisch, habe eine gewisse Süße und dennoch sehr leicht UND: Sättigend. Ja, ich muss sagen, auch wenn es mir in den drei Tagen gefehlt hat zu kauen, habe die Säfte doch wirklich satt gemacht. Schön ist die vielfältige Auswahl mit wirklich besonderen Zutaten. Vor allem Zutaten, welche man nicht eben mal zu Hause zu Saft umwandeln kann, wie zum Beispiel die Süßkartoffel.

Beim Tee habe ich mich für den DETOX TEE entschieden. Sehr frisch, sehr lecker! Der Shot, bestehend aus Ingwer, Zitrone, Cayenne und Oregano-Öl ist ebenfalls toll, man muss es aber scharf mögen.

Alles in allem kann ich die CLEANSE Tage sehr empfehlen, aber(!): Nur für das volle Portmonee.Denn der Preis ist wirklich üppig. Drei Tage kosten satte 71,10 Euro! Ich hätte mir das ohne den Gutschein nicht geleistet, bzw. leisten können. Genau das ist auch mein Haken an vielen den neuen, gesunden und eben auch hippen Läden. Die Preise sind meist enorm hoch. Zwar bin ich bereit für gute Zutaten etwas mehr auszugeben. Hier habe ich aber das Gefühl, dass ich vor Allem Design und Trend bezahle. Schade. Vielleicht auch daher meine etwas zynische Formulierung zu Beginn.

Sei´s drum, ein Besuch ist das DALUMA allemal Wert. Mann kann sich ja mal was gönnen.

Erwachsen – und jetzt?

Heute gab es bei mir Frühstück im Bett. Naja ein Melonensmoothie. Sehr lecker, keine Frage!  Aber so ein richtiger Brunch, mit Eiern, Brötchen und frischem Orangensaft wie Sonntags (ja, ich weiß, heute ist erst Samstag) bei Mama und Papa zu Hause, das wäre auch nicht schlecht gewesen. Ich kann mich noch genau an meine Schulzeit Zeit erinnern. Nichts ersehnte ich damals mehr als mein Abitur. Nicht einmal wegen des Abiturs selbst, sondern um endlich frei zu sein, in die Ferne zu ziehen, das machen zu können, was ICH will. Ich wollte endlich „erwachsen“ sein.

Die ersten Wochen war es genau so wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich lebte nach meinem eigenen Rhythmus. Gestaltete den Tag nach meiner Vorstellung, aß was und wann ich wollte, räumte auf, wenn ich Lust dazu hatte, lief nackt durch die Wohnung und fühlte mich einfach frei.

„..Ich mach‘ mir die Welt widdewidde wie sie mir gefällt..“

Pipi Langstrumpf wusste schon immer was richtig ist!

 

Doch dann war das Gefühl von „Sturmfrei“ auf einmal verflogen. Es war nichts besonderes mehr. Und erwachsen fühlte ich mich nicht so wirklich. Plötzlich sehnte ich mich tatsächlich nach Mama, die AAABENDEEESSEEEEN ruft. Ja vor allem das hatte ich früher wirklich nicht genug zu schätzen gewusst: Sich an den gedeckten Tisch setzen, sich bekochen lassen, Tag für Tag. Was für ein Luxus! Und dann am besten noch meckern, wenn einem die Uhrzeit oder das Essen nur minimal nicht passte. Ich wusste gar nicht wie gut ich es hatte.

Mit den Monaten und  Jahren hat sich der eigene Rhythmus eingespielt. Und ich möchte meine Selbstständigkeit um nichts in der Welt missen! Wenn ich in der Heimat bei meinen Eltern bin, genieße ich heute jedes einzelne gemeinsame Essen, Zusammensitzen, und verwöhnt werden. Zu Hause ist man doch irgendwie immer wieder ein bisschen Kind. Und nach ein paar Tagen kommt dann langsam wieder sie Sehnsucht nach der Ferne, der Selbstständigkeit, dem eigenen Alltag. Und das ist schön so! Denn so erlebe ich beide „Seiten“ viel bewusster. Und, Vorfreude ist ja schließlich die schönste Freunde!

Statt dem Frühstück bei meinen Eltern, genieße ich jetzt einen leckeren Latte in einem meiner Kreuzberger Lieblingscafés. Ach so, und das Erwachsensein…ich fühle mich immer noch nicht wirklich erwachsen aber eilig habe ich es auch nicht mehr ganz so sehr.