Geschenkewahnsinn

Jetzt ist sie da, die geliebte Weihnachtszeit. Wobei, hier scheiden sich die Gemüter. Die Weihnachtszeit wird wohl gleichermaßen geliebt und verachtet. Zu viel Konsum, zu stressig, blöde Jahreszeit, zu kitschig. Es finden sich einige Argumente dagegen. Aber auch viele dafür. Letzteres Argument spricht für mich für die Weihnachtszeit. Bin ich eigentlich kein fan von großem Kitsch und Klischee, liebe ich ihn in der Weihnachtszeit umso mehr. Überall funkeln Lichterketten in den Bäumen, Fenstern und Weihnachts-Dekoration Sie tauchen die Stadt in einen ganz besonderen Zauber. Es ist das Selber, wie mit dem Kerzenschein zu Hause. Egal wie viel Trubel herrscht, die Lichter lassen alles ganz ruhig ja sogar beruhigend wirken. Alles funkelt im Einklang. Dazu der Duft von Kaminfeuer, gebrannten Mandeln und Glühwein. Obwohl die kälteste Jahreszeit angebrochen ist, kommen alle Leute raus und sind beisammen. IN einer ganz besonderen Stimmung.

Und dann kommt er doch, auch bei mir: Der weihnachtliche Geschenke-Stress. Denn egal wie gut ich vorgesorgt habe, irgendwas fehlt doch immer noch, die Zeit ist knapp (oder geht für Glühwein-Trinken drauf) und plötzlich wird aus dem Weihnachtszauber Weihnachtsstress. Kein Wunder, bei der Geschenke Flut. Nichts scheint mehr im Mittelpunkt zu stehen, als zu schenken und beschenkt zu werden. Genau aus dem Grund haben meine Familie und ich vor zwei Jahren angefangen zu wichteln. Jeder zieht lediglich eine Person, die beschenkt wird. Um es noch einfacher zu machen wird ein ungefährer Preisrahmen festgelegt. Und dann hat man alle Zeit sich Gedanken zu machen und ganz in Ruhe alles erledigen. So der Plan. In der Realität sah das etwas anders aus. Denn auf einem war der Druck viel größer, dass das eine Geschenk dann aber auch wirklich gut sein muss. Von diesem Gedanken muss man sich erst einmal lösen. Was gar nicht so leicht ist. Bis ich auf die Idee kam, dass ich jetzt viel mehr zeit für ein persönliches Geschenk habe. Und das hat dann richtig Spaß gemacht. In aller Ruhe habe ich gebastelt, besorgt und verpackt.

An Heiligabend waren wir alle ganz neugierig, wer denn nun wen beschenkt. Denn vorher wurde nichts verraten. Es war ein ganz anderes „Schenk-Erlebnis“. Viel bewusster. Selbst das Schenken und Auspacken fand mit mehr Ruhe statt.

Im Nachhinein waren wir uns alle einig: Das behalten wir bei! Dazu muss gesagt werden, dass mein Bruder rund ich aber auch aus dem Kinder- und Teenie Alter raus sind, und mittlerweile ein anderes Bewusstsein für Geschenke haben. Ich weiß nicht, ob ich es mit Kindern genau so machen würde. Wahrscheinlich sogar nicht. Aber jetzt ist es genau richtig!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s