Angst und Zuversicht – das Problem der vielen Möglichkeiten 

Geschrieben am Freitag

Momentan passiert bei mir eine Menge. Soviel, dass ich selbst kurz Angst hatte es gar nicht zu schaffen. Nein nicht kurz, ich hatte bis gerade eben Angst. Bis gerade eben als dieser Gedanke, dieses Gefühl in mich gehuscht ist. Aber von Anfang an.
Meine Praktikums Zeit bei Kauf Dich Glücklich ist bald vorbei. Wie geht es danach weiter? Ich hatte zwei Optionen. Zum einen ein Job Angebot für die Marketing Stelle von KDG. Ein tolles Angebot und vor allem eine große Ehre für mich! Parallel habe ich aber auch ein Engagement Angebot vom Thalia Theater Hamburg bekommen. Und ich muss zugeben: Bei Zweiterem bin ich innerlich geplatzt vor Freude! Trotzdem fiel mir die Entscheidung sehr schwer. Ein Job im Marketing, ein regelmäßiges sicheres Einkommen, ein Team das großartig ist und Aufstiegsmöglichkeiten. Dagegen steht mein Traum Beruf als Schauspielerin. Aber mit einem großen Haken: Aus diversen Gründen ist der Job am Theater unbezahlt. Leider ist das für mich als Schauspiel nichts neues. So läuft es in der Szene. Aber an einem staatlichen Theater? Da musste auch ich ordentlich schlucken. Es stand also (finanzielle) Sicherheit : Großer Traum. Kennt ihr das Gefühl wenn ihr einfach nicht anders könnt? Nicht als Phase, oder Laune. Sondern diese intensive, ernste Gefühl. 

Der Traum hat gewonnen. Diese Chance musste ich nutzen. Meine Bezahlung ist in dem Fall der Name des Theaters in meiner Vita. Aber die viel kostbarere Bezahlung: Es macht mich glücklich!
Nun pendle ich seid drei Wochen zwischen Berlin und Hamburg. Denn die Proben haben schon begonnen. Unter der Woche Vollzeitjob inklusive Events abends/ nachts, am Wochenende Proben. 

Meine Angst kam erst mittendrin. Als ich nach drei Wochen noch immer keine Stunde Pause für mich sah. Pause um Text zu lernen, durchzuatmen, geschweige denn für meine Wohnungssuche in Hamburg. 
Nun sitze ich im Zug nach Hamburg. Eben noch wusste ich nicht wie ich das Wochenende schaffen soll. Wie ich den April schaffen soll, vor allem finanziell. Um den Kopf ausschalten zu können schaltete ich für eine kurze Pause einen super kitschigen Netflix Film ein und der Kitsch hat ganze Arbeit geleistet. Während einer Musik Szene war da endlich wieder das Gefühl von Vertrauen. Vertrauen in mich selbst. Dass ich es schaffe. Vertrauen in die Kunst. Die mir trotz aller Unsicherheit mehr Sicherheit gibt als alles andere. 

Mit diesem Gefühl startete ich Freitag müde, aber gleichzeitig voller Energie in ein neues Proben Wochenende. 

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