Zuhause zu Besuch 

Es ist Freitagmorgen, 7 Uhr. Und schon wieder sitze ich im Zug Richtung Hamburg. Dieses Mal für einen Job. Ich werde bei einer Freundin wohnen. Zu Besuch sein. Und so schön das ist, so komisch ist es gleichzeitig. Sieben Jahre habe ich in Hamburg gelebt. Gelebt und erlebt. Meine erste WG, meine erste eigene Wohnung, mein Studium. Mein neues Leben nach der Schule. In Hamburg habe ich mir nach und nach mein Zuhause aufgebaut. Langsam wurde aus dem Zuhause eine Heimat. Orte die ich blind erkennen würde. Wege die ich im Schlaf ging. Und vor allem Freunde die Familie wurden. Ja, Hamburg wurde mein Heimathafen.
Und dennoch hat es mich in die Weite getrieben. Berlin. Hier fange ich gerade an, mir ein neues Zuhause aufzubauen. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Durch Job und Freunde bin ich relativ oft in Hamburg. Und es ist toll bei Freunden wohnen zu können. Aber es ist auch schön, mal Zeit für sich zu haben. Umso mehr habe ich mich gefreut mein letztes Wochenende in der Superbude verbringen zu dürfen. Mein eigenes Reich, ein bisschen entspannen, ein bisschen verwöhnen, einen bisschen Hotel Luxus. Wenn auch nur für eine Nacht.

Das Besondere: Hier hat tatsächlich alles angefangen. Noch während meiner ABI-Zeit sind meine Mutter und ich nach Hamburg gefahren, um nach einer WG für mich zu suchen. Unser Hotel damals war die Superbude St. Georg. Mein erstes Zuhause in Hamburg sozusagen. Zumindest für eine Woche.

 

 

Als ich letztes Wochenende in der Superbude ankam, war alles ungewöhnlich vertraut. Das lag zum Einen bestimmt an all den Erinnerungen. Es lag aber auch ganz sicher an der tollen Atmosphäre. Selten habe ich ein Hotel mit solcher Wohlfühlatmosphäre erlebt. Schon der Empfang war unglaublich offen, locker und familiär. Genauso wie das ganze Hotel. Alles minimalistisch, entspannt, kein großer Schnickschnack. Aber nicht gewollt oder erzwungen lässig, sondern ganz hanseatisch eben.

Kein Wunder, dass die Superbude sich als Hotel und Hostel bezeichnet. Es ist ein feiner Mix aus Beidem. Die Lässigkeit und der Stil eines Hostels, der Service definitiv auf gutem Hotel Niveau! So minimalistisch alles sein mag, hier fehlt es an nichts. Von Zeitschriften über eigen kreiertes Shampoo, bis hin zum Hightech Fernseher. Alles dabei. Und verhungern kann hier sowieso keiner. Eine Vitrine mit einer Riesenauswahl an Leckereien steht dem Gast zur Verfügung.

Ich hätte gut noch ein bisschen mehr Zeit in der Superbude verbringen können. Das Einzige, was mich schon früh morgens rausgelockt hat war die Sonne. Denn ja, auch das kann die eigentlich so graue Hansestadt.

 

Jetzt fahre ich also erneut nach Hamburg. Gefühlt mein zu Hause. Aber dennoch werde ich zu Besuch sein. Zu Besuch in der Heimat. Ein bisschen fühlt es sich an, wie wenn man die Eltern in der Heimat besucht. Alles ist so unglaubliche vertraut, lange war ich Teil dieses Lebens. Und dennoch ist es weiter gegangen, ohne mich. Aber wie die wundervolle Anna Depenbusch sang (übrigens auch Hamburgerin! )

 

 „Meine Heimat und ich sind verwandt für den Rest dieser Zeit.“ 

 

 

 

 

 

In Freundlicher Zusammenarbeit mit Superbude Hamburg.

 

 

· Monday Mood · Gorgonzola Tagliatelle mit geröstetem Kürbis

Was ist, kulinarisch gesehen, typischer Herbst als Kürbis. Das wohl klassischste Kürbis Gericht ist die gleichnamige Suppe. Aber das Herbstgemüse ist so vielfältig einsetzbar. Einer meiner Lieblinge ist die Gorgonzola Tagliatelle mit geröstetem Kürbis. Eine wunderbare Melange aus süßlichem Kürbis und herzhaftem käse. Unglaublich cremig und sehr einfach zubereitet:

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Zutaten:

1/2 Hokaiodo Kürbis

3 Schalotten

2 Knoblauchzehen

250g Gorgonzola

1 Glas Weiswein

1 Hand voll Walnüsse

Tagliatelle

Meersalz

Pfeffer

 

Und so einfach gehts:

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Den Kürbis einmal grob waschen und in kleine Stücke schneiden (Pluspunkt des Hokkaido Kürbisses: Er muss nicht geschält werden!). Die Kürbis Stücke gemeinsam mit den geviertelten Schalotten und dem kleingewürfelten Knoblauch auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Meersalz darüber verteilen und bei 200 Grad für ca. 30 min im Backofen rösten.

Wenn der Kürbis 20 min im Ofen ist könnt ihr die Nudeln ins Kochende Wasser geben.

Den gerösteten Kürbis gemeinsam mit den Zwiebeln, dem Knoblauch und dem Weißwein im Mixer zu einer cremigen Konsistenz mixen. (Wer keinen Alkohol mag nimmt einfach etwas Wasser.)

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Nun die Kürbiscreme in eine Pfanne geben und den Gorgonzola bei kleiner Hitze darin schmelzen.

 

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Die gekochte tagliatelle in der Kürbis-Gorgonzola Creme schwenken, mit Walnüssen garnieren und servieren.

 

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Et Voilà!

 

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· Monday Mood · Flammkuchen mit Ziegenkäse und Feigen

Die letzten Sommertage vergehen so langsam und der Herbst zieht herein. Ich muss zugeben, auch ich gehöre zu den Meckertanten welchen der Sommer nicht warm genug und schon gar nicht lang genug war. Aber wir müssen zugeben, der Herbst bringt auch viele schöne Seiten mit sich. Spaziergänge in bunten Blätterlandschaften, Drachen steigen lassen und wunderbare saisonale Lebensmittel. Und sollte es doch regnerisch und ungemütlich sein, so haben wir die beste Ausrede um uns zu Hause einzukuscheln und es uns gemütlich zu machen.

Ich möchte mit dem Herbstanfang eine neue Kategorie starten. Ein wöchentlicher Aufmunterer: Kleine feine Leckereien. Etwas was gut tut, simple und schnell geht und die Vorzüge der neuen Jahreszeit voll und ganz ausnutzt.

Und weil Montage für die meisten einen zusätzlichen Blues mit sich bringen, findet das ganz an eben diesem Tag statt. Ab Heute gibts für euch den

Monday Mood

Jetzt aber genug der Worte. Ran an die Leckereien!

 

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Im September ist die Hochzeit einer der leckersten Früchte wie ich finde: Die Feige. Cremig, süß und gleichzeitig etwas säuerlich. Sie passt nicht nur zu Müsli und Kuchen, sie lässt sich unglaublich gut mit herzhaften Speisen kombinieren. Vor allem mit Käse. Ich liebe diese Melange aus herzhaft und süß!

Daraus lässt sich eine wunderbare Variation des Flammkuchens kreieren. Und das ziemlich simple:

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Zutaten:

1 Flammkuchenteig (den gibst eigentlich überall fertig, so gehts besonders schnell. )

1 Becher crème fraîche

3 Feigen

1 Rolle Ziegenkäse

2 Frühlingszwiebeln

frischen Rosmarin

Honig

Salz und Pfeffer

 

Und so gehts:

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Den Teig einfach auf einem Blech ausrollen. (Meisten ist das Backpapier schon um den Teig gehüllt). Und die Crème fraîche gleichmäßig darauf verteilen.
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Den Ziegenkäse, die Feigen und die Frühlingszwiebeln in schmale Scheiben schneiden und auf dem Teig verteilen. Den Honig darüber träufeln. Salzen Pfeffern und den frischen Rosmarin dazu geben. Das wars schon!

 

 

 

 

Im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad backen bis er Rand goldbraun ist.

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Und jetzt einfach nur genießen. Je nach Geschmack passt ein gutes Glas Wein dazu. Ganz klassisch wird dazu allerdings Cidre getrunken.


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Bon Apetit! 

Geschafft. Fertig. Erledigt. 

Tatsächlich. Ich kann es selbst kaum glauben. Aber wie es der Titel verrät: Der Umzug ist geschafft. Alle Möbel sind da, fast alles ist eingerichtet und bewohnbar. Das sah vor nur drei Tagen noch ganz anders aus. Meine Traumwohnung in einer Traumlage Berlins hatte ich zwar. Aber komplett leer. Kein Schrank, kein Stuhl, geschweige denn ein Bett. Dafür viele Vorhaben: Streichen, Bauen und Basteln. Mein Kopf steckte voller Ideen welche ich unbedingt umsetzen wollte. Und das möglichst schnell. Neben dem Arbeiten war ich pausenlos in der Wohnung. Keine Zeit für etwas anderes. Arbeiten, renovieren, schlafen, essen. Essen. Das fand nur noch zwischen Tür und Angel statt. Umso glücklicher war ich als MoodyMonkey mich mit unglaublich leckerem Essen beliefert hat. Wärmendes Curry, erfrischender Eistee und zur Krönung thailändisches Bier. Genau das, was ich nach einem langen Tag gebraucht habe.

Zuvor hatte ich zwar von MoodyMonkey gehört, es aber noch nie probiert. Super hungrig habe ich mich also sofort auf eine Decke gekuschelt (mein einziges Einrichtungsstück zu diesem Zeitpunkt) und konnte es kaum erwarten zu probieren. Für ein schnelles Foto hat es noch gereicht. Und um eine Kerze anzumachen, ein bisschen Umzugs Romantik musste sein.

 

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Auf den ersten Blick dachte ich, ich hätte Salat bestellt. Der Geruch verriet aber, da muss noch mehr sein. Unter dem frischen Spinat und den Erdnüssen verborg sich ein wunderbar duftendes Curry. Gemischt mit Süßkartoffeln, geröstetem Blumenkohl, Karotten, Erdnüssen, Limettenblättern und dazu Jasminreis. Na, läuft euch das Wasser im Mund zusammen? So erging es mir auf jeden fall. Und es war: So lecker! Sehr frisch, angenehm sättigend und eine tolle Kombination.

MoodyMonkey hat mich auf jeden Fall überzeugt. Selten habe ich geliefertes Essen als so frisch empfunden. Gesund und auf eine angenehme Art sättigend. Ihr könnt zwischen verschiedenen schärfe Graden wählen und es ist sogar vegan! Als I-Tüpfelchen dazu die Eistees oder Kokoswasser. Ungesüßt, erfrischend und Durst löschend. Und wer wie ich an dem Abend mehr braucht, bestellt sich einfach das thailändische Bier dazu. Bestellen geht ganz einfach über Deliveroo.

 

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Für mich hätte der Renovierungsmarathon nicht besser enden können. Beziehungsweise der Umzug beginnen.

Geschafft. Satt. Glücklich. 

 

 

 

 

In Freundlicher Zusammenarbeit mit GuruCollective.

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Retour à Berlin

Lange habe ich hier nichts von mir hören lassen. Vielleicht weil ich viel unterwegs war, aber wahrscheinlich viel eher, weil ich selbst nicht so ganz wusste wo? Wie? Was? Jetzt sitze ich auf meinem Berliner Sonnenbalkon und weiß auf diese Fragen eine ganz klare Antwort. Eine davon ist BERLIN.

Denn ja, ich bin nach nur vier Monaten in Hamburg wieder zurück in Berlin. Und verdammt, das fühlt sich so gut an, so richtig.

Die Zeit in Hamburg war wundervoll, aber ganz schnell habe ich bemerkt, wie sehr Berlin mir fehlt. Viele Dinge sind passiert, eines kam zum anderen und als sich dann ganz spontan eine wundervolle Wohnung in einer noch wundervolleren Gegend ergab, war klar: Retour à Berlin.

 

Die wohl meistgehörte Frage in den letzten Wochen: Warum denn gerade Berlin? Ich habe es immer als ein Gefühl beschrieben. Nach diesem, meinem ersten Wochenende zurück in Berlin, weiß ich es besser. Berlin ist mein deutsches Paris. Wer mich kennt, weiß, im Herzen bin ich Französin. Auf jeden Fall schlägt es für Frankreich. Für die Kultur, für die Sprache und für die Hauptstadt. Schon längst würde ich in Paris leben, wäre das mit meinem Beruf als Schauspielerin nicht so unpassend.

Denke ich an Paris, dann ist es nicht der Eifelturm, oder die Champs-Élysées. Es sind die kleinen Gassen. Auf den ersten Blick oft schmutzig, schaut man genauer hin entdeckt man die individuelle Eleganz. Den Zauber. Und das in jeder Ecke neu.

Es ist die Vielfältigkeit. Jeder Stadtteil erzählt eine andere Geschichte. Von prunkvoll majestätisch bis hin zu etwas heruntergekommener und Individueller. Es gibt die Künstler Ecken, die Ecken des Sehen und Gesehen werdens und die kleinen Geheimtipp Ecken. Natürlich haben das auch viele andere Städte. Aber ich kenne keine Stadt, die wie Paris aus jedem Stadtteil eine eigene kleine Stadt gemacht hat. Keine außer Berlin. Denn all das lässt sich so unglaublich gut auf Berlin übertragen. So weitläufig groß, dass man den Überblick verliert würden die einen sagen. So wundervoll unterschiedlich sagen die Berliner. So Schmutzig sagen viele. Ich freue mich bei jedem zweiten Blick einen gewissen Zauber zu entdecken. Die wunderschönen Hinterhöfe voll Blumen und uralten Bäumen. Die vielen grünen Parks. Das raue Berlin, dass mich mich fühlen lässt. Natürlich auch die vielen vielen Cafés, Restaurants und Bars. So unterschiedlich und jeder auf seine Art und Weise charmant. Und das nicht zuletzt durch die unterschiedlichen Kulturen, welche dahinter stecken. Nicht ohne Grund habe ich gerade das beste Croissant au Pistache vor mir liegen.

 

All das zusammen macht das Gefühl aus. Das Gefühl, dass mir sagt, Berlin ist richtig. Zumindest hier und jetzt.

 

Heute Abend setze ich mich mit Freunden an die Spree. Wir werden Baguette avec du fromage essen und du vin rouge trinken. Und so mein erstes Wochenende in meinem Pariser Berlin ausklingen lassen.

 

 

Mein Lieblings-Sale Look von Kauf Dich Glücklich

DIE SONNE SCHEINT UND WIR KÖNNEN GAR NICHT GENUG BEKOMMEN. UMSO PASSENDER, DASS FRÜHLINGSHAFTE OUTFITS IM SALE SIND. ICH ZEIGE EUCH MEINE LIEBSTEN TEILE!

Spätestens seit der Berliner Fashion Week wissen wir: Zweiteiler sind in diesem Jahr der Trend! Ob einfarbig, kurz oder lang. Es ist wirklich für jeden was dabei. Ich habe mich sofort in den Blumen Zweiteiler von GANNI verliebt. Zum einen wegen des lässigen Schnitts, zum anderen wegen des wundervoll angenehmen Stoffes.

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Der Stoff fällt so luftig leicht, dass man ihn kaum spürt.

Super für die ersten warmen Tage. Wenn es doch etwas frischer werden sollte, kann man einfach den lässigen Trenchcoat von STORM & MARIE drüber ziehen (auch im Sale!).

 

 

 

Kombiniert habe ich zu dem Zweiteiler die KAUF DICH GLÜCKLICH Wildleder Schuhe im Retro Stil. Dadurch wird der ganze Look ein bisschen schicker. Ihr wollt es lockerer? Einfach Sneaker kombinieren und schon hat das Outfit eine ganz andere Wirkung. Und im Sommer könnt ihr natürlich Sandalen tragen.

  1. KAUF DICH GLÜCKLICH Oito bark 2. SUPERGA Sueu Sneaker sand 3. KAUF DICH GLUCKLICH Sandale Kara cuero
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    Worauf können wir im Sommer nicht verzichten? Sonnenbrillen! Umso besser, wenns die auch noch im Sale gibt wie das klassische Model von SUPER.

    Wem der Zweiteiler zu viel ist, kann die Hose und das Top einfach einzeln tragen und kombinieren. Ein schlichtes Shirt zur geblümten Hose und schon wirkt das ganze Outfit dezenter. Umgekehrt genauso: Das Top könnt ihr auf Jeans, Rock oder Shorts tragen. Vor allem mit dem süßen Schlitz an den Seiten wirkt es so für den WOW Effekt.

     

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    Grund zu lachen: Die Sonne scheint!

Alles Neu Macht Der…. Oktober

Vor Wochen habe ich es angekündigt, jetzt ist es endlich offiziell. Beruflich hat sich bei mir etwas geändert. Wobei nicht geändert, weiter entwickelt. Denn in den letzten Monaten kam ich an den Punkt, dass es so nicht weiter geht. Das klingt jetzt vielleicht etwas hart, ganz so ist es nicht. Aber doch, es ist schwer als Schauspielerin oder Künstlerin Fuß zu fassen und vor allem davon zu leben. Es hat sich viel ergeben, einige Kurzfilme und Projekte und es läuft auch immer besser. ABER: Ausschließlich davon leben? Fehlanzeige. Stattdessen habe ich viel im Café gejobbt. Ein guter Nebenjob, ein tolles Team und schön flexible Arbeitszeiten. Trotzdem ist es kein Job der mich auf Dauer erfüllt. Nach mehr als 9 Jahren in der Gastro reicht es einfach irgendwann. Es kamen keine neuen Herausforderungen und Café kochen oder Bier zapfen kann ich jetzt definitiv. Aber trotzdem musste ein zweites Standbein her. Noch mal studieren konnte ich mir einfach nicht vorstellen, aber was sonst?

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe viel nachgedacht, informiert und beworben. Und jetzt… mach ich seit zwei Wochen ein Praktikum im Bereich Marketing bei KAUF DICH GLÜCKLICH. Und..es macht mich Glücklich! 🙂

Zum Thema Praktikum herrschen viele Vorurteile. Nur Kaffe kochen, Kopien machen und eigentlich nichts lernen. Das ist hier anders: Ich darf für den Blog von Kauf Dich Glücklich schreiben, kreativ sein, planen und vieles mehr. Ich lerne viel, habe ganz tolle Leute um mich herum und bin sehr gespannt auf die weitere Zeit!

In Zukunft werden hier daher viele Beiträge von dem Kauf Dich Glücklich Blog zu lesen sein, geschrieben von mir!

 

Voller Vorfreude, Lynn

 

PS: Noch etwas Neues! Ab jetzt ist mein Blog unter https://fleurde-sel.com/ erreichbar.

Auf geht´s

Vor sechs Jahren begann meine Reise. Unmittelbar nach dem Abitur zog es mich aus dem wohlbehüteten Elternhaus im Schwarzwald in den hohen Norden, in die Großstadt Hamburg.

Für mich sollte ein Abenteuer starten. Das Abenteuer des Großstadtlebens und mit meiner Ausbildung zur Musicaldarstellerin, das Abenteuer des Künstlerlebens. So zumindest hatte ich es mir ausgemalt.

Ich wollte alles mitnehmen, was das Leben, bzw Hamburg mir zu bieten hatte. Feiern und unterwegs sein, wie es die Großstadtmenschen, da war ich mir sicher, machen, gleichzeitig hart trainieren, um an die Spitze des Erfolges zu gelangen.

Doch es kam, wie so oft wenn man zu sehr plant, anders.

 

In der Großstadt, nach der ich mich zuvor so sehr gesehnt hatte, fühlte ich mich einsam. Die harte Ausbildung brachte mich an meine Grenzen. Vor allem körperlich. So kamen ziemlich schnell Zweifel und Sorgen in mir auf. Ich wurde krank. Immer wieder. Immer stärker. Es begann mit einer Mandeloperation. Aus dieser kam ich stärker als zuvor heraus. Ich freute mich auf die Ausbildung, Hamburg und die Herausforderung. Langsam kam ich an, hatte tolle Freunde und Spaß an meinem „neuen“ Leben. Dann Anfang des zweiten Ausbildungsjahres der zweite Rückschlag. Ein starker doppelter Bandscheibenvorfall. Diese Diagnose stellte alles auf den Kopf. Vor allem meine Ausbildung, die von körperlicher Aktivität lebt, wurde dadurch in Frage gestellt. Gedanken über Gedanken. Sollte ich abrechen, wollte mein Körper mir etwas mitteilen? Ich entschied mich klassischen Gesang zu studieren. Doch inmitten der Vorbereitungen für die Aufnahmeprüfung ruderte ich zurück. Ich wollte meine Musicalausbildung abschließen. Also pausierte ich ein Jahr, trainierte und wurde gesund. Nicht geheilt, aber gesund genug um meine Ausbildung fortzuführen. Ich trainierte härter als zuvor, mit mehr Ehrgeiz aber auch mehr Spaß. Und, ich bestand die schwere Zwischenprüfung ins dritte und letzte Schuljahr. Bekam sogar eine der Hauptrollen im Semesterprojekt. Jetzt war meine Zeit gekommen. Ein Perfekter Start um sich in den Endspurt zu stürzen. Ich konnte und wollte allen zeigen, dass es sich gelohnt hatte zu kämpfen, dran zu bleiben und an meinen Traum zu glauben.

Eine Woche vor der Premiere der harte Rückschlag. Ein Unfall neben der Bühne, ein nicht richtig verarbeitetes Kabel. Und ein schwerer Ellbogenbruch. Für mich brach eine Welt zusammen. Nicht nur wieder ein körperlicher Rückschlag. Mir wurde die Hauptrolle in dem Semesterprojekt genommen. Das, wofür ich so hart gearbeitet hatte. Ich stürzte in ein tiefes Loch. Kam aus der Trauer nicht mehr raus. Schlimmer noch, ich traute mich nicht mehr mich über Dinge zu freuen, aus Angst sie würden mir wieder kurz vor knapp genommen werden.

So verbrachte ich den Sommer. Ich schaute mir die Premiere meiner Kommilitonen an, unterstütze so gut es ging, begann das letzte Schuljahr, ging in den Unterricht, schaute bei den Tanzstunden zu und war überall dabei. Aber stand dennoch neben mir.

Zwei Tage nachdem der Gips ab war, entdeckte ich einen Knoten in meiner Leiste. Eine Woche später einen weiteren. Ich wollte positiv daran gehen, war bestimmt nur der ganze Stress. Auch die Ärzte meinten, das käme bei Stress mal vor. Mein Gefühl sagte mir aber, dass etwas nicht stimmt. Als einige Wochen später meine Beine von blauen, geschwollenen Knoten übersäht waren, und ich vor Schmerzen kaum noch laufen konnte, merkten auch die Ärzte, dass etwas nicht stimmte. Es folgte ein langer Krankenhausaufenthalt. Vier Wochen voller Angst. Jeden Tag eine Neue Vermutung der Ärzte. Krebs, Aids, Borreliose, es kamen die ungewöhnlichsten Krankheiten zur Sprache.

Nach vier Wochen endlich ENDLICH Gewissheit. Eine sehr seltene Immunkrankheit, Sarkoidose. Erwähnenswert: Meine Mutter hatte diese Krankheit im gleichen Alter wie ich. Unsere Hinweise den Ärzten gegenüber (schon zu Beginn der Untersuchungen) wurden allerdings nicht ernst genommen. Da „keine Erblichkeit diese Krankheit nachgewiesen“ sei.

Um es kurz zu machen, ich kam aus dem Krankenhaus, nahm starke Medikamente und erholte mich ganz langsam. Parallel nahm ich mein Studium wieder auf, machte ein halbes Jahr später meine Abschlussprüfung und bestand diese als eine von wenigen.

 

Warum ich das so detailliert erzählt habe? Es war ein harter Weg, ein sehr steiniger Weg. Aber noch nie bin ich an etwas so gewachsen. Mein Körper hat mich gezwungen hinzuhören, mich mit mir selbst zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Ich habe gelernt auf mein Gefühl zu hören, auf mich zu hören. Wie eine enge Freundin so schön gesagt hat „aus den Steinen, welche sich mir in den Weg gelegt haben, einen neuen Weg zu bauen“ .

Es Folgte eine tolle Zeit, ein langer Urlaub, Engagement am Theater und mein erster Dreh für Film und fernsehen. Mein Weg wurde immer klarer und mir ging es immer besser.

Letzen Sommer zerbrach meine Beziehung. Eine unschöne Trennung und ein noch weniger schöner Sommer. Vom Schock, in die Trauer bis hin zur Klarheit. So wie Trennungen eben ablaufen. Es war ein langer Sommer. Aber im Winter war mir klar. Es ist Zeit für Veränderung. Ich hatte mich verloren, auch mein Körper machte sich wieder bemerkbar. Was, wie ich in den Jahren zuvor gelernt hatte, ein Warnsignal war. Da kam der Vorschlag einer Freundin, ihre Berliner Wohnung einen Monat zu hüten, gerade Recht. Den März 2016 verbrachte ich also in Berlin. Arbeitete, erkundete die Stadt, ging zu Castings und fühlte mich endlich wieder lebendig. Glücklich.

Dann ging alles ganz schnell. Ende Mai 2016 zog ich nach Berlin. Und noch nie fühlte sich etwas so richtig an. Seit dem ich in Berlin bin fühle ich mich frei und lebendig. Alles ist so intensiv und gleichzeitig voller Leichtigkeit. Ich bin Glücklich.

Betonen muss ich, dass ich diesen Weg nur gehen konnte, weil ich die wundervollste Familie hinter mir habe. Darunter zähle ich auch meine engsten Freunde. Sie haben mich nicht nur immer wieder aufgefangen. Sie haben mir geholfen, die richtigen Steine für einen neuen Weg, meinen Weg zu finden, zu nehmen und zu bauen. Stück für Stück.

 

Ich bin keine Schriftstellerin, keine gute Autorin, aber ich weiß das Leben zu schätzen. Mit all seinen kleinen und feinen Facetten.

Mit diesem Blog möchte ich Ideen, Eindrücke, Inspirationen und Gedanken teilen. Und so meinen Weg durchs Leben Stück für Stück weiter bauen und gehen.

 

 

 

 

Lynn