Geschafft. Fertig. Erledigt. 

Tatsächlich. Ich kann es selbst kaum glauben. Aber wie es der Titel verrät: Der Umzug ist geschafft. Alle Möbel sind da, fast alles ist eingerichtet und bewohnbar. Das sah vor nur drei Tagen noch ganz anders aus. Meine Traumwohnung in einer Traumlage Berlins hatte ich zwar. Aber komplett leer. Kein Schrank, kein Stuhl, geschweige denn ein Bett. Dafür viele Vorhaben: Streichen, Bauen und Basteln. Mein Kopf steckte voller Ideen welche ich unbedingt umsetzen wollte. Und das möglichst schnell. Neben dem Arbeiten war ich pausenlos in der Wohnung. Keine Zeit für etwas anderes. Arbeiten, renovieren, schlafen, essen. Essen. Das fand nur noch zwischen Tür und Angel statt. Umso glücklicher war ich als MoodyMonkey mich mit unglaublich leckerem Essen beliefert hat. Wärmendes Curry, erfrischender Eistee und zur Krönung thailändisches Bier. Genau das, was ich nach einem langen Tag gebraucht habe.

Zuvor hatte ich zwar von MoodyMonkey gehört, es aber noch nie probiert. Super hungrig habe ich mich also sofort auf eine Decke gekuschelt (mein einziges Einrichtungsstück zu diesem Zeitpunkt) und konnte es kaum erwarten zu probieren. Für ein schnelles Foto hat es noch gereicht. Und um eine Kerze anzumachen, ein bisschen Umzugs Romantik musste sein.

 

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Auf den ersten Blick dachte ich, ich hätte Salat bestellt. Der Geruch verriet aber, da muss noch mehr sein. Unter dem frischen Spinat und den Erdnüssen verborg sich ein wunderbar duftendes Curry. Gemischt mit Süßkartoffeln, geröstetem Blumenkohl, Karotten, Erdnüssen, Limettenblättern und dazu Jasminreis. Na, läuft euch das Wasser im Mund zusammen? So erging es mir auf jeden fall. Und es war: So lecker! Sehr frisch, angenehm sättigend und eine tolle Kombination.

MoodyMonkey hat mich auf jeden Fall überzeugt. Selten habe ich geliefertes Essen als so frisch empfunden. Gesund und auf eine angenehme Art sättigend. Ihr könnt zwischen verschiedenen schärfe Graden wählen und es ist sogar vegan! Als I-Tüpfelchen dazu die Eistees oder Kokoswasser. Ungesüßt, erfrischend und Durst löschend. Und wer wie ich an dem Abend mehr braucht, bestellt sich einfach das thailändische Bier dazu. Bestellen geht ganz einfach über Deliveroo.

 

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Für mich hätte der Renovierungsmarathon nicht besser enden können. Beziehungsweise der Umzug beginnen.

Geschafft. Satt. Glücklich. 

 

 

 

 

In Freundlicher Zusammenarbeit mit GuruCollective.

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Auf geht´s

Vor sechs Jahren begann meine Reise. Unmittelbar nach dem Abitur zog es mich aus dem wohlbehüteten Elternhaus im Schwarzwald in den hohen Norden, in die Großstadt Hamburg.

Für mich sollte ein Abenteuer starten. Das Abenteuer des Großstadtlebens und mit meiner Ausbildung zur Musicaldarstellerin, das Abenteuer des Künstlerlebens. So zumindest hatte ich es mir ausgemalt.

Ich wollte alles mitnehmen, was das Leben, bzw Hamburg mir zu bieten hatte. Feiern und unterwegs sein, wie es die Großstadtmenschen, da war ich mir sicher, machen, gleichzeitig hart trainieren, um an die Spitze des Erfolges zu gelangen.

Doch es kam, wie so oft wenn man zu sehr plant, anders.

 

In der Großstadt, nach der ich mich zuvor so sehr gesehnt hatte, fühlte ich mich einsam. Die harte Ausbildung brachte mich an meine Grenzen. Vor allem körperlich. So kamen ziemlich schnell Zweifel und Sorgen in mir auf. Ich wurde krank. Immer wieder. Immer stärker. Es begann mit einer Mandeloperation. Aus dieser kam ich stärker als zuvor heraus. Ich freute mich auf die Ausbildung, Hamburg und die Herausforderung. Langsam kam ich an, hatte tolle Freunde und Spaß an meinem „neuen“ Leben. Dann Anfang des zweiten Ausbildungsjahres der zweite Rückschlag. Ein starker doppelter Bandscheibenvorfall. Diese Diagnose stellte alles auf den Kopf. Vor allem meine Ausbildung, die von körperlicher Aktivität lebt, wurde dadurch in Frage gestellt. Gedanken über Gedanken. Sollte ich abrechen, wollte mein Körper mir etwas mitteilen? Ich entschied mich klassischen Gesang zu studieren. Doch inmitten der Vorbereitungen für die Aufnahmeprüfung ruderte ich zurück. Ich wollte meine Musicalausbildung abschließen. Also pausierte ich ein Jahr, trainierte und wurde gesund. Nicht geheilt, aber gesund genug um meine Ausbildung fortzuführen. Ich trainierte härter als zuvor, mit mehr Ehrgeiz aber auch mehr Spaß. Und, ich bestand die schwere Zwischenprüfung ins dritte und letzte Schuljahr. Bekam sogar eine der Hauptrollen im Semesterprojekt. Jetzt war meine Zeit gekommen. Ein Perfekter Start um sich in den Endspurt zu stürzen. Ich konnte und wollte allen zeigen, dass es sich gelohnt hatte zu kämpfen, dran zu bleiben und an meinen Traum zu glauben.

Eine Woche vor der Premiere der harte Rückschlag. Ein Unfall neben der Bühne, ein nicht richtig verarbeitetes Kabel. Und ein schwerer Ellbogenbruch. Für mich brach eine Welt zusammen. Nicht nur wieder ein körperlicher Rückschlag. Mir wurde die Hauptrolle in dem Semesterprojekt genommen. Das, wofür ich so hart gearbeitet hatte. Ich stürzte in ein tiefes Loch. Kam aus der Trauer nicht mehr raus. Schlimmer noch, ich traute mich nicht mehr mich über Dinge zu freuen, aus Angst sie würden mir wieder kurz vor knapp genommen werden.

So verbrachte ich den Sommer. Ich schaute mir die Premiere meiner Kommilitonen an, unterstütze so gut es ging, begann das letzte Schuljahr, ging in den Unterricht, schaute bei den Tanzstunden zu und war überall dabei. Aber stand dennoch neben mir.

Zwei Tage nachdem der Gips ab war, entdeckte ich einen Knoten in meiner Leiste. Eine Woche später einen weiteren. Ich wollte positiv daran gehen, war bestimmt nur der ganze Stress. Auch die Ärzte meinten, das käme bei Stress mal vor. Mein Gefühl sagte mir aber, dass etwas nicht stimmt. Als einige Wochen später meine Beine von blauen, geschwollenen Knoten übersäht waren, und ich vor Schmerzen kaum noch laufen konnte, merkten auch die Ärzte, dass etwas nicht stimmte. Es folgte ein langer Krankenhausaufenthalt. Vier Wochen voller Angst. Jeden Tag eine Neue Vermutung der Ärzte. Krebs, Aids, Borreliose, es kamen die ungewöhnlichsten Krankheiten zur Sprache.

Nach vier Wochen endlich ENDLICH Gewissheit. Eine sehr seltene Immunkrankheit, Sarkoidose. Erwähnenswert: Meine Mutter hatte diese Krankheit im gleichen Alter wie ich. Unsere Hinweise den Ärzten gegenüber (schon zu Beginn der Untersuchungen) wurden allerdings nicht ernst genommen. Da „keine Erblichkeit diese Krankheit nachgewiesen“ sei.

Um es kurz zu machen, ich kam aus dem Krankenhaus, nahm starke Medikamente und erholte mich ganz langsam. Parallel nahm ich mein Studium wieder auf, machte ein halbes Jahr später meine Abschlussprüfung und bestand diese als eine von wenigen.

 

Warum ich das so detailliert erzählt habe? Es war ein harter Weg, ein sehr steiniger Weg. Aber noch nie bin ich an etwas so gewachsen. Mein Körper hat mich gezwungen hinzuhören, mich mit mir selbst zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Ich habe gelernt auf mein Gefühl zu hören, auf mich zu hören. Wie eine enge Freundin so schön gesagt hat „aus den Steinen, welche sich mir in den Weg gelegt haben, einen neuen Weg zu bauen“ .

Es Folgte eine tolle Zeit, ein langer Urlaub, Engagement am Theater und mein erster Dreh für Film und fernsehen. Mein Weg wurde immer klarer und mir ging es immer besser.

Letzen Sommer zerbrach meine Beziehung. Eine unschöne Trennung und ein noch weniger schöner Sommer. Vom Schock, in die Trauer bis hin zur Klarheit. So wie Trennungen eben ablaufen. Es war ein langer Sommer. Aber im Winter war mir klar. Es ist Zeit für Veränderung. Ich hatte mich verloren, auch mein Körper machte sich wieder bemerkbar. Was, wie ich in den Jahren zuvor gelernt hatte, ein Warnsignal war. Da kam der Vorschlag einer Freundin, ihre Berliner Wohnung einen Monat zu hüten, gerade Recht. Den März 2016 verbrachte ich also in Berlin. Arbeitete, erkundete die Stadt, ging zu Castings und fühlte mich endlich wieder lebendig. Glücklich.

Dann ging alles ganz schnell. Ende Mai 2016 zog ich nach Berlin. Und noch nie fühlte sich etwas so richtig an. Seit dem ich in Berlin bin fühle ich mich frei und lebendig. Alles ist so intensiv und gleichzeitig voller Leichtigkeit. Ich bin Glücklich.

Betonen muss ich, dass ich diesen Weg nur gehen konnte, weil ich die wundervollste Familie hinter mir habe. Darunter zähle ich auch meine engsten Freunde. Sie haben mich nicht nur immer wieder aufgefangen. Sie haben mir geholfen, die richtigen Steine für einen neuen Weg, meinen Weg zu finden, zu nehmen und zu bauen. Stück für Stück.

 

Ich bin keine Schriftstellerin, keine gute Autorin, aber ich weiß das Leben zu schätzen. Mit all seinen kleinen und feinen Facetten.

Mit diesem Blog möchte ich Ideen, Eindrücke, Inspirationen und Gedanken teilen. Und so meinen Weg durchs Leben Stück für Stück weiter bauen und gehen.

 

 

 

 

Lynn